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Männer in Strumpfhosen

von Karin Geupel

Jürgen ist ein richtiger Mann: 1,90 Meter groß und leidenschaftlicher Modellbauer. Doch er hat eine weibliche Seite, die er buchstäblich aus dem Schrank holen kann. Dann wird aus Jürgen Juliane. Er lackiert seine Fingernägel, setzt die Perücke auf, schlüpft in sein Lieblingskleid und steigt in dazu passende Pumps. Nicht nur seine Statur bereitet ihm beim Einkaufen Probleme, sondern auch Vorurteile und schräge Blicke.

Nicht immer wurden Männer in Röcken und Strumpfhosen schief angeschaut. Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts etablierte sich die Hose als Kleidungsstück des Mannes. Vorher trugen Männer wie Frauen selbstverständlich Röcke und Kleider. Mit dem Machtverlust des Adels zu Ende des 18. Jahrhunderts wich auch die Extravaganz aus der Männerkleidung. Was also der Mann derzeit üblicherweise trägt - dunkle Farben und lange Hosen -, ist eigentlich schon total altmodisch. Kein Wunder also, dass Modeblogger und Trendsetter heute wieder auf die weibliche Seite des Mannes setzen: enge Hosen, bunte Hemden und auffällige Accessoires. Klicken Sie sich durch unsere modische Zeitreise und erfahren Sie, was Mann wann trug.





Heute scheint es für uns ganz normal, dass Männer keine Röcke tragen und kleine Mädchen die Farbe Rosa bevorzugen. Doch warum eigentlich? Mehr über Juliane und über die Frage, wie Mode einen Mann zum Mann macht, lesen Sie in diesem Magazin-Text: